Streifzug durch die Kirchen im Dekanat Fürstenfeldbruck 

Eberhard Hetzel:"Es muss nicht immer Barock sein" -
Die evangelischen Kirchen des Dekanatsbezirks

Die ältesten evangelischen Kirchen in Südbayern wurden im 19. Jahrhundert gebaut, die meisten erst in den Nachkriegsjahren. Auch sie verdienen Beachtung. Wir baten Architekt Eberhard Hetzel, Grafrath, zu den einzelnen Kirchen im Dekanatsbezirk kurze Beschreibungen zu verfassen.1 Er stellt ihnen die folgenden Vorbemerkungen voran:

In den Jahren zwischen 1950 - 1980 erlebte die Evangelische Kirche in Bayern die größte Bauperiode ihrer Geschichte.

Bedingt durch die Kriegszerstörungen und durch das Einströmen von über 700 000 Flüchtlingen aus den östlichen Ländern wurden allein in Bayern 60 Kirchen wieder aufgebaut und 461 neue Kirchen errichtet. Für viele in der Diaspora neu entstandenen Gemeinden wurden dadurch die Voraussetzungen für den kirchlichen Neuanfang geschaffen.

Auch im 1977 gegründeten Dekanat Fürstenfeldbruck ist die Bautätigkeit von dieser Entwicklung gekennzeichnet. Neben den drei ältesten zwischen den beiden Weltkriegen erbauten Kirchen - Waldkirche in Planegg (1926), Erlöserkirche in Fürstenfeldbruck (1927), Christuskirche in Gauting (1928) - wurden in den 12 Kirchengemeinden, die das Dekanat bilden, in den Jahren 1950 bis heute allein über. 20 größere kirchliche Bauprojekte verwirklicht. Dazu kommen seit den 80er Jahren laufend Sanierungen und Modernisierungen, denn bei vielen der Nachkriegsbauten hatte es an finanziellen und auch bautechnischen Mitteln gemangelt. Auch das Raumangebot entsprach oft nicht mehr den gestiegenen Ansprüchen und Aktivitäten der Kirchengemeinden.

Eine große Werkgemeinschaft aus Architekten, Künstlern und Handwerkern war nötig, um diese großen Bauleistungen bewältigen zu können und damit den evangelischen Kirchenbau in seiner reformatorischen Tradition fortzusetzen und weiter zu entwickeln.

Wir laden Sie auf den folgenden Seiten zu einer kurzen Führung durch unsere Kirchen ein.

Gräfelfing - Friedenskirche (1971) Arch. Th. Steinhauser u. G. v. Ranke

Direkt an der Würm in landschaftlich schönem Gelände steht die Kirche mit einem schiefergedeckten Zeltdach, niedrigen Außenwänden in Beton und einem Apostelkreuz auf der Dachspitze.

Ein unregelmäßiger Grundriss bildet den Innenraum, in welchem die abgestuften Bankreihen dem Gelände außen nachgeformt sind. Die zeltförmige, weit heruntergezogene Dachfläche wird von einem

kräftigen in Beton geformten quadratischen Zeltmast getragen. Hinter dem Altar öffnet sich der Raum mit einer Glaswand und gibt den Blick frei auf die Uferregion mit vorbeifließender Würm und den Baumbestand. Ein schöner Kirchenraum, welcher sich auch für Konzert und Vortragsveranstaltungen vorzüglich eignet. Standkreuz, Altar und Ambo von K.H. Hoffmann, Wandbehang von Eila Ahola, Hamburg, Paramente H. Distler. Auf dem Gelände nebenan befindet sich das frei stehende Haus mit Jugend- und Gemeinderäumen sowie das Pfarrhaus mit Pfarramt.

In einem Schulbuch wurde sie als Beispiel für einen besonders gut gelungenen modernen Kirchenraum angeführt.

Stockdorf - (1959) Arch. J. Semmler u. J. Haider

Direkt am Waldrand und in der Randlage von Stockdorf etwas abseits liegt das Gemeindezentrum. Die Kirche ein kubischer Kirchenbau mit quadratischem Grundriß 12 x 12 m, Außenwände in Sichtbeton, innen mit geschlämmtem vorgeblendeten Mauerwerk - weiße Wände. Ein klarer abgehobener Raum, das Dach ruht nur auf vier schmalen Betonsäulen, das umlaufende Fensterband lässt das Dach abheben - schweben. Der Altar zeigt eine in Beton gegossene Abendmahlszene (Jünger und Christus) von Blasius Gerg, das farbige Glasfenster im Taufbereich ist von Ruprecht Geiger. Am Eingang links an der Betonwand hängt ein Betonrelief von K. H. Hoffmann und zeigt Petri Wandel auf dem Wasser. Der Kirchenraum erhielt 1986 ein vollständig neues Kirchendach, 1998 wurde der Innenraum renoviert mit neuen Bodenbelag und Heizung. In den Würmtalgemeinden ist dies der einzige Kirchenraum mit variabler Bestuhlung und bietet somit die Möglichkeit, den Kirchenraum für unterschiedliche Bedürfnisse zu verwenden.

Der Kirchenvorplatz wurde 1984 umgestaltet und 1989 der nebenstehende Glockenturm mit einer Verkleidung und neuem Turmkreuz saniert.

Renovierung Glockenturm und Innenrenovierung Kirche (1989 u. 1998) Arch. E. Hetzel u. H. Drees

Planegg - Waldkirche (1926) Arch. Th. Fischer

Diese bekannte und besondere Kirche ist in vielen Veröffentlichungen beschrieben und bekannt gemacht worden. Man muss sie in dem Waldstück suchen. Ein Spätwerk des Architekten, welcher schon im Ruhestand lebte, als er den Auftrag zu diesem Kirchenbau übernahm.

Der oktogonale Baukörper wird durch ein Zeltdach gedeckt mit niedrigem Verbindungsbau zum kampanileartigen kräftigen Turm. Auf drei Seiten kann man den achteckigen Innenraum betreten. Acht Holzstützen tragen die umlaufende Empore und die den Dachraum abschließende flache Kassettendecke. Die Bankreihen sind ansteigend wie im Amphitheater - rund um das Altarzentrum angelegt. Der Zentralbau ist nicht nach vorne sondern auf ein Zentrum hin angelegt. Die Bedeutung des Altars im Zentrum zeigt besonders deutlich Christus in der Mitte der Gemeinde. Die grünblaue Farbe als Anstrich des Gestühls ergänzt sehr gut die bildliche Darstellung in den Feldern der Emporenbrüstung mit den Evangelisten, den Engelsköpfen usw. Emporenbemalung von Bernhard Jünger, Kruzifix und Ostemporengestaltung von Ernst Penzoldt.

Glosse Sie steht noch einmal beim "Blitzlicht" - Text von Planegg

Pfarrer Ludwig Bullemer schreibt in seinen Erinnerungen an den Kirchbau: "Da meine Mutter aus der Münchner Künstlerfamilie Thiersch stammte, konnte ich mich damals an einen sehr bekannten Architekten wenden, den Geheimen Baurat Theodor Fischer, Städtebauer für München. Erst meinte dieser Künstler "ich bin doch schon etwas alt". Da entgegnete ich ihm: "Herr Geheimrat, wenn in Planegg ein recht nichtssagender Bau errichtet wird, ärgern Sie sich später jedes mal bei einer Fahrt nacht Starnberg". Bullemer erzählt weiter, dass sich ein Gespräch über das Wesen des evangelischen Kirchenbegriffs und die Folgerungen für den Kirchbau angeschlossen hat: Christus das Haupt, verkörpert durch den Altar in der Mitte, die Gemeinde sein Leib, um ihn geschart. Nach diesen Gedanken schuf Fischer die Rundkirche in Planegg.

Gauting - Christuskirche (1928) Arch. Th. Fischer

Ein Spätwerk Theodor Fischers, dessen äußere Backsteinfassaden des rechteckigen Kirchenschiffes mit den niedrigen Doppeltürmen in handwerklicher Sorgfalt ausgeführt sind und schlicht wirken. Die Doppeltürme mit dem Eingangsportal aus Naturstein orientieren sich zur Ammerseestraße, von dort führt ein breiter Zugang zu der Kirche. Der Innenraum des Längsbaues ist ebenfalls schlicht gehalten und mit einer kleinen Apsis in der Wand versehen, an welcher der Altar steht. Altarwand, Apsis und Kanzel sind farbig ausgemalt von Max Unold. Eine flache Kassettendecke schließt den Raum ab.

Neben dem Zugangsweg wurde 1991 das Gemeindehaus mit der Gemeindediakoniestelle errichtet (Arch. H. Bäumler). Ein modernes Gebäude in Holz-/Glaskonstruktion, das sich deutlich von der Kirche nebenan abhebt.

Puchheim - Auferstehungskirche (1985) Arch. A. Oppermann, U. Graefe, E. Hetzel

Im Jahre 1984 wurde in das 1964 errichtete Gemeindehaus ein vollständig neuer Kirchenraum mit Gemeindesaal und Nebenräumen integriert. Daraus entstand ein Kirchenraum in typisch evangelischer Kirchenbautradition mit zentral stehenden Prinzipalia, quadratischem Grundriss, dreiseitig angeordnetem Gestühl und allseitig umlaufender Empore. Ein gelungener Zusammenschluss zwischen gottesdienstlicher Handlung und Gemeinde. Die im Dachfirst aufgesetzte Laterne über der Altarstelle gibt das Licht zum Zentrum.

Farbige Deckenbemalung und die seitlichen Glasfenster wurden von H. Distler gestaltet. Lebensbaum, Altar mit Altarkreuz, Taufblock, Kanzel und Emporenbrüstung von K. H. Hoffmann.

Eichenau - Friedenskirche (1970) Arch. Gustav Gsaenger

Nach den Baumaßnahmen des Freizeitenheimes für die evang. Jugend Münchens 1937 wurden 1970 auf dem Grundstück die Kirche mit Pfarrhaus 1975 der Kindergarten errichtet.

Der Kirchenraum als Rechteck - gerichtet mit seitl. Bankreihen, vorne gestalteter Altarwand mit freistehendem Altar. Ein steiles offenes Satteldach überdeckt den Raum, die sichtbare Holzkon-struktion des Daches und die Ziegelwände weiß verfugt betonen die sakrale Funktion des Raumes. Bestimmend für den Raumeindruck sind das farbige Glasfenster in der Altarwand von H. Distler sowie das Standkreuz aus Bronze neben dem Altar von K. H. Hoffmann.

Gilching - St. Johanneskirche (1962) Arch. F. Gürtner

Über dem großen Kirchenraum aus weiß verputztem Mauerwerk erhebt sich eine Leimbinder-konstruktion, welche zum Altar hin ansteigt. Der gesamte Dachraum ist in den großen Kirchenraum einbezogen. Auf zweistufigem Podest steht der Altar, dieser und der Taufstein aus schwarzem Marmor. Die rückwärtige Empore nimmt Orgel und Chor auf.

Zum 25-jährigen Kirchenjubiläum erfolgte 1987 eine Innenrenovierung (Arch. E. Hetzel u. H. Drees) zusammen mit H. Distler. Mit den expressiven Holzschnitt-Tafeln für das Altartriptychon und der ornamentalen Wandfassung gelang es Distler meisterhaft, der Geometrie des Raumes eine starke Mitte zu geben. Der neue Gemeindesaal (Arch. E. Hetzel u. H. Drees) wurde 1987 eingeweiht. Ein lichter Raum mit offener Holzkonstruktion, guter Akustik und sinnvoller Zuordnung der Funktionsräume fügt sich angenehm in den Gebäudekomplex ein.

Oberpaffenhofen

Zur Kirchengemeinde Gilching gehört das von der Fa. Barth 1970 errichtete Montagegemeindehaus Oberpfaffenhofen. 1989 renoviert (Arch. E. Hetzel und H. Drees), Holzdeckenbemalung von Hubert Distler. Nach Maria Magdalena benannt.

Olching - Johannes-Kirche (1975) Arch. A. Oppermann u. M. Daub

Mit viel Eigenleistung entstand 1937 ein schlichter Kirchenbau auf einem Grundstück, welches ein Ehepaar gespendet hatte. Die Erweiterung 1975 erfolgte durch Drehung der Einrichtung um 180 ° und sehr geschickte Veränderungen und Ergänzung in Fortführung der alten Bauteile. Der Altarbereich ist in den Mittelpunkt gestellt und mit einer Firstlaterne bekrönt. Bei Wiederverwendung der vorhandenen farbigen Glasfenster, durch die farbige Behandlung der Holzteile bei Gestühl und Konstruktionsteilen, durch den roten Ziegelboden und das weiß verputzte Mauerwerk ist ein nobler, sakraler und freundlicher Kirchenraum entstanden.

Die Gestaltung der Glasfenster von Gunther Danco, Ausführung J.P. Bockhorn, Altar, Ambo, Taufblock und Hängekreuz von K.H. Hoffmann. Farbgebung des Innenraumes von Walter Senf.

In unmittelbarer Nähe zur Kirche wurden 1971 das Gemeindehaus und Pfarrhaus errichtet, welches im Jahre 2000 erweitert wurde.

Maisach, Kirchengemeinde Olching - Emmaus-Gemeindezentrum (1981) Arch. G. + I. Küttinger

Mit einfachen Bauformen und Materialien wie weiß verputztem Mauerwerk, roten Dachziegeln und Holz bei Türen und Fenstern umschließen die Gebäudeteile in Winkelform den kleinen Innenhof des Gemeindezentrums. Den Kirchenraum betritt man über ein Foyer, über welches man auch den Gemeinderaum erreichen kann . Die Pultdächer neigen sich zum Innenhof. Dem Gottesdienstraum ist eine kleine rechteckige Apsis angefügt, mit Wandbehang und farbigen Glasfenstern, beides von H. Distler. Holz ist vorherrschendes Material in der offenen Dachkonstruktion, am Boden u. in der Möblierung.

Fürstenfeldbruck - Erlöserkirche (1927) Arch. G. Bestelmeyer

Innenrenovierung 1979 Arch. E. Hetzel u. H. Drees mit H. Distler

Umbau und Erweiterung Gemeindesaal (1986) Arch. E Hetzel u. H. Drees

Kirchlicher Mittelpunkt und Mutterkirche im Dekanat ist die Erlöserkirche in Fürstenfeldbruck.

Von Bestelmayer noch im gestrengen Gegenüber von Pfarrer und Gemeinde, Apsisraum mit Altar im Osten, Längsschiff mit seitl. Bankreihen und Mittelgang und dreiseitiger Empore gebaut.

Über dem Altar befindet sich die Triumphkreuzgruppe mit waagr. Balken, darunter Christus am Kreuz mit Maria und Johannes. 1979 wurde der Innenraum farblich verändert, 1990 eine neue Orgel (Sandtner) mit Chorpodest eingeweiht. Der ehemals angebaute Gemeinderaum wurde 1986 zu einem Gemeindehaus erweitert und umgebaut. Es entstand Raum für gemeindepädagogische Arbeit, in handwerklicher Tradition mit geschlämmtem Ziegelmauerwerk, Ziegelboden und sichtbarer Dachkonstruktion in Holz.

Emmering - (1988) Arch. H. u. M. Caspari, K. Seidl, M. Maurer

In unmittelbarer Nähe des Bürgerzentrums steht das Pfarrhaus mit Kirche, diese mit hochragender Nordwand und angrenzendem Glockenturm. Über diese Wandseite betritt man das Foyer, den Kirchenraum und die angrenzenden Nebenräume. Ein weit heruntergezogenes Pultdach neigt sich zum Altar hin. Ein Lichtschlitz durchbricht die Decke und die Außenwand über dem Altarbereich. Alle Bauteile sind innen und außen weiß verputzt. Ein sichtbarer Stahlrahmen trägt die Dachkonstruktion in der Mitte. Ein ruhiger ansprechender Kirchenraum in dem sich die Gemeinde versammeln kann.

Fürstenfeldbruck-Gnadenkirche (1974) Arch. Th. Steinhauser

Das Gemeindezentrum mit Kirche, Kindergarten und Gemeinderäumen wurde aus einem Fertigteilsystem mit quadratischem Raster entwickelt. Der gemeinsame Eingang erschließt beide Bereiche Kindergarten und Kirche mit Gemeinderäumen. Ein quadratischer Kirchenraum mit allseitigem Umgang, Innenbereich mit Altarzone abgesenkt, und freistehender Orgel lässt einen Gemeinschaftsraum entstehen, in dem sich die Gemeinde versammeln und verstehen kann. Der Altar steht vor der Glaswand, die den Blick auf den begrünten Innenhof zulässt. Die gesamte Ausstattung besteht aus Holz, Deckenmalerei von H. Distler, Prinzipalia v. K.H. Hoffmann.

1996 wurde der Kindergarten erweitert und den Bedürfnissen entsprechend umgebaut (Arch. E Hetzel u. H. Drees).

Grafrath - Michaelkirche (1964) Arch. E. Fischer

Umbau und Sanierung n. Brand (1995) Arch. E. Hetzel u. H. Drees

Das Gemeindezentrum, bestehend aus Kirche, Gemeinderaum und Mesnerwohnung, ist um einen Innenhof, der sich zur Straße hin öffnet, angeordnet. Der umlaufende Außengang mit angrenzendem Glockenturm und die Nebengebäude sind flach gedeckt, den quadratischen Kirchenraum 12 x 12 m überdeckt ein Pyramidendach, Kupfer gedeckt mit Oberlicht und vergoldetem Kreuz auf der Dachspitze.

Das Licht fällt zentral durch die an der Spitze liegenden Glasfenster auf den Altarbereich mit Altartisch, Taufe, Stehpult vom K. H. Hoffmann. Der allseitig umlaufende Holzfries 1987 von H. Distler gestaltet zeigt Themen aus der Heilsgeschichte.

Nach dem Brand musste die gesamte Dachkonstruktion mit Einrichtung vollständig erneuert werden. Beleuchtung, Beheizung und variable Bestuhlung sowie Farbgebung sind den heutigen Bedürfnissen angepasst.

Herrsching - Erlöserkirche (1956) Arch. R. Fick u. C. Fick-Büschner

Die Kirche mit Gemeindehaus und Kampanile wurde auf einem dreieckigen Grundstück errichtet, eingesäumt von Bahnanlagen, Kienbach und Fußweg. An der Spitze des Dreiecks entstand ein großer Kirchenvorplatz mit Parkmöglichkeiten, neben der Kirche ein weiterer Hofplatz, über welchen man das etwas versteckte Gemeindehaus erreicht.

Den Kirchenraum betritt man über einen kleinen Vorraum. Er hat rechteckigen Grundriss und eine etwas aus der Mittelachse versetzte Apsis im Osten, und wird von einem Tonnengewölbe überdeckt. Auf dem Altarblock steht ein modernes Kreuz mit spätgotischem Korpus (um 1470). Altar, Taufstein, Kanzel und Kreuz von Bernhard Bleeker.

Zur Kirchengemeinde Herrsching gehört auch das:

Martin-Luther-Gemeindehaus (1983) Bauamt der Landeskirche, Arch. H. Förderreuther

Das am westlichen Ortseingang der Gemeinde Seefeld im Gebäudewinkel errichtete Gemeindehaus möchte die Besucher freundlich aufnehmen. Ein Haus ohne Hemmschwellen, gebaut in einfacher, nobler und handwerklicher Disziplin. Der Gottesdienstraum und der angrenzende Erweiterungsbau bilden ein langgestrecktes Rechteck, wobei der Dachraum eine Orgelempore aufnimmt. Alle Räume strahlen eine freundliche und warme Atmosphäre aus. In der Eingangshalle hängt ein Verkündigungsbild des Malers Pietsch - eine Leihgabe des Landeskirchenamtes.

und das Gemeindehaus in Wörthsee (1970) Fa. Barth) in Holzfertigbauweise erstellt, wurde 1997 saniert (Arch. E. Hetzel u. H. Drees). Der Grundriss wurde verbessert, Innen- und Außenwände, auch Bodenbeläge durch neue Materialien ersetzt. Die künstlerische Ausgestaltung - farbige Deckenbemalung und Prinzipalia sind von Anne Hitzker-Lubin.

 

1 Quellen:

30 Jahre Kirchenarchitektur - Ausstellung für A. Köhler, 1986
Theodor Fischer als Kirchenbauer - Katalog zur Ausstellung, 1998
Kirchen in München und Umgebung nach 1945, Birgit-Verena Karnapp 1996

 

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